Energie.png

Energiewende 2030

Mit dem zukunftsorientierten Gemeinschaftsprojekt „Energiewende OHZ 2030“ machen sich alle Kommunen im Landkreis Osterholz zusammen mit ortsansässigen Unternehmen fit für Klimaschutz und Energiewirtschaft.
Knapp 150 Mio. € geben die Bürger und Unternehmen im Landkreis jährlich für Strom und Wärme aus. Der überwiegende Anteil dieses Geldes ist Kaufkraft, die den Landkreis verlässt. Ziel der „Energiewende OHZ 2030“ ist es, einen möglichst großen Anteil dieser Energieausgaben im Landkreis zu halten. Dieses Geld kann dann Klima schonend und wirtschaftsfördernd in Energiesparmaßnahmen, technische Lösungen für eine effizientere Energienutzung und in lokale Energieerzeugung investiert werden. Mit dem Gemeinschaftsprojekt soll die lokale Wirtschaft gefördert und ausgebaut werden. Ziel ist die weitestgehende Unabhängigkeit von Energieimporten in den Landkreis bis zum Jahre 2030. Das Energiekonzept beruht auf folgenden Säulen:
  • verstärkte Eigenproduktion von Energie aus sauberen, erneuerbaren Quellen
  • Senkung des Verbrauchs durch Energiesparmaßnahmen, etwa energieeffizienter Gebäudesanierung, Neubauten unter ökologischen Geschichtspunkten
  • Steigerung der Ausnutzung der Energie, die in der Region eingesetzt und vebraucht wird
  • Neue Energiewirtschaft - aus eigener Kraft
  • "Leuchtturmprojekte" in jeder einzelnen Kommune sollen dabei Beispielwirkung entfalten - etwa der “Grüne Campus“ in Osterholz-Scharmbeck, ein Blockheizkraftwerk am Worpsweder Hallenbad, oder der Aufbau einer mit Biogas betriebenen "Nahwärmeinsel" in Hambergen

Energieeffizienz, Energiesparsamkeit und die Nutzung Erneuerbarer Energien werden in Osterholz-Scharmbeck groß geschrieben. Im Projekt: „Energiewende Osterholz“ arbeiten der Landkreis, die Kommunen, regionale Energieversorger und Wirtschaftspartner daran, Osterholz bis zum Jahr 2030 mit einer regionalisierten, dezentralisierten, und nachhaltigen Energieversorgung auszustatten.

Als ein „Leuchtturmprojekt“, wie sich die Energiewende auf kommunaler Ebene umsetzen lässt, errichtet die Stadt im Quartier Am Barkhof den Campus für Lebenslanges Lernen. Hier werden Gebäude wie das Medienhaus nach energetischen Gesichtspunkten neu errichtet. Für Wärme sorgt das nahegelegende Blockheizkraftwerk, das mit Biogas aus einer Anlage am Ortsrand betrieben wird. Älterer Gebäudebestand wird energetisch saniert und für neue Aufgaben umgestaltet. So wird aus dem früheren Seitenflügel des Schulzentrums in der Langen Straße ein Bildungshaus, das den Raum für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten in den nächsten Jahrzehnten bietet. Einrichtungen wie das neue Medienhaus wurden von Anbeginn auf den möglichst wirtschaftlichen Einsatz von Wärme und Elektrizität hin geplant und errichtet.